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improve consult Newsletter 06/2017


improve consult – Branchen- und Betriebsvergleiche werden immer wichtiger

Branchen- und Betriebsvergleiche (Benchmarking) sind von übergeordneter Bedeutung für jedes Unternehmen. Ob ein Unternehmen wirklich gut gewirtschaftet hat, lässt sich oft nur feststellen, wenn die eigenen Resultate mit denen der Branche oder der Wettbewerber verglichen werden. Spätestens wenn ein Kredit benötigt wird oder ein Investor sich für das Unternehmen interessiert, werden Branchen- und Betriebsvergleiche durchgeführt. Der Vergleich des eigenen Unternehmens mit der Branche oder ausgewählten Wettbewerbern hilft nachfolgende Fragen zu beantworten.

  • Wo steht das Unternehmen im Vergleich zur Branche?

  • Wo besteht dringender Handlungsbedarf?

  • Was sind die besten Werte in der Branche und wie können diese Benchmarks erreicht werden?

  • Was sind die neuen Umsatz- und Gewinnziele?

Diese und weitere Fragen werden bei einem Branchen- und Betriebsvergleich durch die improve consult qualifiziert beantwortet.

improve consult –
Wussten Sie schon?


Insolvenzschäden steigen kräftig! Die durch Firmeninsolvenzen verursachte Schadenssumme ist im Jahr 2016 trotz der sinkenden Fallzahlen signifikant angestiegen. Die Insolvenzschäden summierten sich 2016 auf insgesamt 27 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um knapp 54 Prozent (2015: 17,5 Milliarden Euro). Verantwortlich für diesen sprunghaften Anstieg sind mehrere Zusammenbrüche von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen. Namhafte Beispiele aus dem letzten Jahr sind die Unternehmen Steilmann, Sinn-Leffers oder German Pellets. Im Durchschnitt richtete jede Firmeninsolvenz im Jahr 2016 einen Schaden von circa 1,2 Millionen Euro an. Der aus den hohen Insolvenzschäden resultierende Dominoeffekt beispielsweise auf Lieferanten oder Partnerunternehmen kann auch bisher stabile Firmen in eine Schieflage bringen und somit Anschlussinsolvenzen forcieren.

Quelle: Bürgel

 

improve consult – Pleitewelle im deutschen Fußball!

Drei Insolvenzen in acht Wochen: Der deutsche Fußball erlebt eine Pleitenserie. Was passiert, wenn bei einem Sportverein die Lage eskaliert?

Eine bemerkenswerte Pleitewelle hat in diesem Frühjahr den deutschen Fußball heimgesucht. Mit Alemannia Aachen, dem VfR Aalen und dem FSV Frankfurt mussten zwischen Mitte Februar und Mitte April 2017 gleich drei bekannte Fußballklubs Insolvenzantrag stellen. Mit Aalen und Frankfurt erwischte es zwei Drittligaklubs, Aachen spielt in der vierten Liga.

Und die Pleitewelle rauscht nicht nur durch den Fußball. Nach Zahlen des Insolvenzportals STP haben bis Ende April in diesem Jahr schon mindestens neun Sportvereine Insolvenz beantragt. 2016 waren es sogar mindestens 27. Darunter sind auch Vereine aus anderen Sportarten wie Eishockey, Boxen oder Reiten.

Für Sanierer sind Insolvenzen von Sportvereinen eine besondere Herausforderung. Meist sind die betroffenen Vereine wenig professionell geführt und leiden unter interner Lagerbildung. Es geht oft wenig sachlich zu und es wird viel gestritten. Das erschwert jeden Sanierungsversuch.

Speziell im Finanzbereich zeigen sich häufig kapitale Versäumnisse. Bei Sportvereinen findet man viele Ehrenamtliche und Halbprofis in der Führung, die die Finanzen ihrer Vereine neben ihrem eigentlichen Beruf managen – vor allem bei den Vereinen, die aus unteren Ligen schnell nach oben gekommen sind. Für sie ist es dann oft eine große Herausforderung, die für die Lizenz erstellte Liquiditätsplanung im weiteren Saisonverlauf aufrechtzuerhalten und zu kontrollieren.

Hinzu kommt, dass es häufig an professionellen IT-Systemen für Buchhaltung und Zahlungsverkehr fehlt. Die Konsequenz ist, dass Vereine leider oft mit einer finanziellen Zettelwirtschaft kämpfen, was eine Sanierung nicht einfacher macht.

Sanierer – wie die improve consult – stellt dies regelmäßig vor riesige Herausforderungen – auch, weil bei Sportpleiten so manche Möglichkeit versperrt ist, die das moderne Insolvenzrecht bietet. Anders als ein Unternehmen kann man einen Verein nicht einfach an einen neuen Investor verkaufen. Neben der Tatsache, dass es in Vereinen oft nur wenige Vermögenswerte gibt, die verkauft werden können, spielt auch die Lizenz eine entscheidende Rolle. Sie hängt am Rechtsträger, also dem Verein. Somit kommt vielfach eine übertragene Sanierung nicht in Betracht, bei der die wesentlichen Assets in eine neue Gesellschaft transferiert werden. Erste Wahl der Sanierung ist dann meist der Insolvenzplan – sofern genügend Geld da ist, um den Spielbetrieb fortzusetzen.

Die Fortführung gelingt aber häufig gut, so die Erfahrung der improve consult. Ein Grund ist, dass das Insolvenzgeld einen Verein erst einmal von dem meist größten Kostenblock – den Personalkosten – entlastet. Außerdem bietet ein Insolvenzverfahren die Möglichkeit, einen Verein durch die Bereinigung der Passivseite nachhaltig aus dem finanziellen Abseits zu holen.

Es wird aber außer Frage stehen, dass sich die Prozesse bei der Sanierung von Sportvereinen in naher Zukunft einspielen werden. Die Insolvenz als Sanierung wird bald häufiger und vor allem früher gewählt werden als in der Vergangenheit. Dies ist damit zu begründen, dass die Ligen und Verbände ihre Sanktionen abgeschwächt haben. Früher bedeutete es zum Beispiel im Fußball automatisch den Zwangsabstieg, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Seit Juli 2014 werden einem insolventen Verein in der Regel ‚nur noch‘ neun Punkte abgezogen, wenn die Verantwortlichen einen Insolvenzantrag stellen. Das führt nicht mehr zwingend zum Abstieg, wie der VfR Aalen zeigt.

Die improve consult ist u.a. auf dem Spezialgebiet der Sanierung und Restrukturierung von Sportvereinen tätig und kooperiert mit dem auf die Sport- und Vereinsberatung spezialisierten Unternehmen „Five For Future“ mit Sitz in Düsseldorf.

 
 
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