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improve consult Newsletter 06/2018


improve consult – Reihe „Beratungstools“ kurz erklärt: 4) Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein Planungsinstrument im Unternehmen, das alle wesentlichen Blickwinkel auf ein Unternehmen erfasst und jede Perspektive mit Zielen, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen versieht. Die BSC orientiert sich an der Vision und Strategie des Unternehmens und hilft, den langfristigen Erfolg einer Unternehmung zu sichern. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kennzahlensystem besteht die BSC nicht nur aus finanziellen Kennzahlen und richtet ihre Perspektive nicht nur in die Vergangenheit. Stattdessen richtet sie den Blick auch auf strategische und qualitative Ziele. Die BSC besteht aus der Finanz-, Kunden-, Prozess- und der Lern- und Entwicklungsperspektive. Diese vier Perspektiven spiegeln die verschiedenen Blickwinkel wieder, aus denen ein Unternehmen mindestens betrachtet werden sollte. Jede Perspektive wird mit mehreren Kennzahlen gefüllt, die untereinander in Beziehung gesetzt werden. Die BSC versteht sich aber nicht nur als reines Kennzahlensystem, sondern auch als ein modernes Management-System, das in allen Phasen des Management-Kreislaufes (Planung – Aktion – Überprüfung – Anpassung) zur Anwendung kommt.

Die improve consult steht Ihnen für weitergehende Fragen hinsichtlich der konkreten Anwendung der Balanced Scorecard gerne zur Verfügung.

improve consult –
Wussten Sie schon?
 

Die Deutsche Wirtschaft kommt beim Thema „Digitalisierung“ voran, aber langsam. 4 von 5 Unternehmen haben inzwischen eine Digitalstrategie, aber nur jedes vierte Unternehmen investiert in digitale Geschäftsmodelle. Manager klagen über fehlende Zeit und fehlendes Geld. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen verfolgt somit mittlerweile eine Digitalstrategie und reagiert auf veränderte Marktbedingungen durch die Digitalisierung. Doch gleichzeitig verzichtet die große Mehrheit darauf, in neue Geschäftsmodelle zu investieren. Dabei beklagen Geschäftsführer und Vorstände häufig, dass Ihnen die finanziellen Mittel und die Zeit für die Digitalisierung fehlen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft des Digitalverbands Bitkom. Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, haben derzeit prall gefüllte Auftragsbücher und machen gute Geschäfte mit ihren etablierten Produkten. Das Geschäft von morgen ist aber weitgehend digital. Dieses Zukunftsgeschäft muss gerade jetzt, in der wirtschaftlichen Hochkonjunktur, vorbereitet werden, so der Bitkom-Präsident Achim Berg.

 

improve consult – Was Vision und Mission im Unternehmen bewirken

Gute Unternehmensvisionen und Missionen sind glaubwürdig, realistisch und motivierend. Bei der Formulierung helfen gute Beispiele. Damit sie wirken, müssen Erfolgsfaktoren und Gefahren beachtet werden. Dann sind Vision, Mission oder Leitsätze für Mitarbeiter und Kunden eine einfache und hilfreiche Orientierung.

Jedes Unternehmen kann langfristig nur dann erfolgreich sein, wenn sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren. Sie wollen wissen, wofür ihr Unternehmen steht und welchen Sinn ihre Arbeit hat. Sie wollen zu positiven Zielen beitragen, eigenständig Entscheidungen treffen und selbstständig handeln. Darauf basiert die emotionale Bindung zum Unternehmen, aus der sich wiederum das Engagement der Mitarbeiter ableitet.

Strategien eines Unternehmens, Pläne und Maßnahmen werden sich immer wieder verändern. Gute Manager passen diese regelmäßig an die Rahmenbedingungen, Kundenanforderungen, Märkte und den Wettbewerb an. Sie wollen so die Chancen, die sich gerade zeigen, nutzen und Risiken eingrenzen. Sie sind flexibel. Sie orientieren sich dabei aber immer am Wesenskern des Unternehmens. Der bleibt unverändert.

Vision als Wesenskern eines Unternehmens

Schon in den 1990er Jahren haben James C. Collins und Jerry I. Porras anhand von vielen Unternehmensbeispielen herausgearbeitet, dass die grundlegenden Überzeugungen und Werte sowie der eigentliche Zweck eines Unternehmens, das, was es substanziell ausmacht, der Wesenskern sind. Dabei ist es gar nicht so wichtig, was diesen Wesenskern ausmacht.

Manche Unternehmen stellen Innovationen ganz vorne an, für andere ist der Kundenservice heilig. Wieder anderen kommt es vor allem auf einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern oder auf gute Teamarbeit an. Es gibt keinen richtigen oder falschen Wesenskern – zumindest nicht aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Collins und Porras haben in ihren Untersuchungen herausgefunden, dass es nur darauf ankommt, dass es überhaupt eine solche – wie sie es nennen – „Core Ideology“ im Unternehmen gebe, die für alle maßgeblich ist.

Die Werte und der Wesenskern stecken im Unternehmen und in seiner Geschichte. Meistens sind es die Gründer, die das Fundament errichtet haben, aus dem dann die Unternehmensvision erwächst. Geschäftsführer oder Manager können die Werte eines Unternehmens manchmal beeinflussen, sie können ihnen zu mehr oder weniger Geltung verhelfen, wenn sie eine Weile im Unternehmen tätig und entsprechend aktiv sind.

Wo kommt der Wesenskern aber her?

Für eine Antwort sollten Sie folgende Aspekte betrachten:

  • Überprüfen Sie Ihr Leistungsangebot. Was bieten Sie dem Kunden an? Dazu zählen nicht nur die Produkte, sondern vor allem auch der Service und die Kundenorientierung. Was macht diese besonders? Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
  • Überprüfen Sie Ihre Projekte. Welche Projekte haben einen besonders hohen Stellenwert im Unternehmen – bei den Mitarbeitern und bei der Geschäftsleitung? Welche Projekte sind üblicherweise mit viel Ressourcen, Geld, Zeit und Aufmerksamkeit der Promotoren, ausgestattet? Warum sind diese Projekte für das Unternehmen so wichtig?
  • Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern. Was ist ihnen besonders wichtig? Worauf beziehen sie sich in ihrer Argumentation und in ihren Präsentationen immer wieder? Was stellen Sie in den Vordergrund? Warum werben sie in der Familie, im Bekanntenkreis sowie bei Partnern und Kunden für das Unternehmen? Was meinen die Mitarbeiter, mache ihr Unternehmen so einzigartig?
Wann Unternehmensvision und Mission gut sind

Eine gute Vision eines Unternehmens kann diese Identifikation und den notwendigen Orientierungsrahmen schaffen. Eine gute Unternehmensvision drückt aus:

  • Warum tun wir das, was wir heute tun?
  • Wo wollen wir in fünf bis zehn Jahren stehen?
  • Was wäre uns auch in einer wirtschaftlichen Krisensituation immer wichtig?
  • Welche Werte würden wir auch dann verfolgen, wenn das Unternehmen turbulenten Zeiten ausgeliefert ist?
  • Was würden wir auch dann hoch halten, wenn es ein (scheinbarer) Nachteil im Wettbewerb ist?

Eng damit verbunden ist die Mission eines Unternehmens. Sie richtet sich nicht an die Mitarbeiter, sondern an die Kunden. Diese sollen ebenfalls wissen, wofür das Unternehmen – nach seinem eigenen Anspruch – steht und was es für die Kunden sein will. Eine gute Mission greift Werte auf, die für die Kunden wichtig sind und mit denen die Kunden sich identifizieren können. Die Mission drückt aus

  • Wie wollen wir von unseren Kunden gesehen werden?
  • Warum soll der Kunde uns vertrauen und loyal sein?

Im Ergebnis ist es sehr schwierig, eine wirklich gute Unternehmensvision oder Mission zu formulieren. Denn das Unternehmen und seine Führungskräfte müssen damit die Mitarbeiter, die Kunden und andere Interessengruppen überzeugen, begeistern und mitreißen. Eine Vision funktioniert nur dann, wenn sich ihr die Mitarbeiter verschrieben haben, weil sie sich mit den Zielen dahinter verbunden fühlen.

Die improve consult hilft Ihnen gerne bei der Ausarbeitung Ihrer Vision und Mission. Darüber hinaus sind wir mit unserem Analysetool Zukunft in der Lage, bestehende Visionen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

 
 
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