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improve consult Newsletter 08/2018


improve consult – Reihe „Beratungstools“ kurz erklärt:
6) Scrum

Scrum ist ein Managementsystem des „Agilen Projektmanagements“. Scrum bietet ein Rahmenwerk, mit dessen Hilfe komplexe adaptive Aufgabenstellungen bearbeitet werden können. Das Prozessmodell und die Rollendefinitionen von Scrum sind darauf ausgerichtet, nicht zuletzt umfangreiche Projekte zu managen.

Kerngedanke hinter Scrum ist, dass ein Projekt nicht von Anfang bis Ende präzise durchgeplant wird, sondern die Produkt­ent­wicklung iterativ in kurzen Feedback-Schleifen, den sog. Sprints, erfolgt. Dies ermöglicht zum einen, in regelmäßigen Abständen den aktuellen Stand der Produktentwicklung zu prüfen, um ggf. steuernd eingreifen zu können. Zum anderen können die Projektbeteiligten durch den iterativen Ansatz kurzfristig auf Änderungen oder Probleme reagieren.

Die improve consult steht Ihnen für weitergehende Fragen hinsichtlich der konkreten Anwendung des Management­systems Scrum gerne zur Verfügung.

improve consult –
Wussten Sie schon? 


Das IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) hat Mitte Juli 2018 veröffentlicht, dass die finale Neufassung des IDW Standards zur Erstellung von Sanierungskonzepten (IDW S 6) sowie die entsprechenden Fragen und Antworten dazu verabschiedet wurden.

Mit der Neufassung wird klargestellt, dass der Umfang von Sanierungskonzepten für kleinere und mittlere Unternehmen an die typischerweise geringere Komplexität anzupassen ist.

Für die Beurteilung der Sanierungsfähigkeit eines Unternehmens ist neben einer angemessenen Rendite auch eine angemessene Eigen­kapi­tal­aus­stattung erforderlich. Im Gegensatz zum Entwurf ist es bei der Beurteilung der Eigen­kapi­tal­aus­stattung nun zulässig, neben dem bilanziellen Eigenkapital auch nachrangige und langfristig zur Verfügung gestellte Fremdkapitalbestandteile zu berücksichtigen.

 

improve consult – Quo vadis Automobilhandel?

Geschäfte ohne Mitarbeiter, Autohäuser ohne Autos, Luxusfahrzeuge aus dem Automaten. Die digitale Transformation überfährt mit ihren Entwicklungen den traditionellen Automobilhandel – mit Vollgas. Hersteller und Handel müssen sich neu erfinden und mit fundamentalen Veränderungen die Weichen in Richtung Zukunft stellen.

Die Automobilindustrie wird von einem rasanten Wandel geprägt – angefeuert durch Zukunftsthemen, die die klassischen Geschäftsmodelle und Vertriebsformate der Branche auf den Prüfstand stellen.

Hersteller reagieren mit unterschiedlichen Herangehensweisen auf den Wandel und versuchen sich an neuen Geschäftsmodellen wie Mobility on Demand oder Shared Mobility. Diese Mobilitätsdienstleistungen reduzieren mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig die Anzahl der verkauften Fahrzeuge, was wiederum Druck auf den klassischen Autohändler ausübt.

Der Autohandel steht nicht nur aufgrund neuer Geschäftsmodelle vor einer großen Herausforderung, sondern wird auch immer mehr von Online Verkäufen bedroht. Um auf diese Entwicklungen reagieren zu können, bedarf es nicht nur weitreichender struktureller Veränderungen über alle Vertriebsstufen hinweg bis hin zum Handel, sondern möglicherweise auch einen veränderten Fokus der Hersteller. Stärker auf den Kunden zugeschnittene Vertriebsformate wie Pop-Up Stores in Einkaufszentren oder Showrooms an für den Autohandel untypischen Orten stellen bereits Alternativen zum klassischen Autohändler dar.

Der klassische Autohändler ist vom Aussterben bedroht!

Aktuell wird ein Autohändler hauptsächlich von Kaufinteressierten für die Durchführung von Probefahrten besucht. Doch die Anzahl der Besuche ist rückläufig. 65% der Befragten suchen einen Händler maximal 3x während der Kaufphase auf – 2015 waren es noch 73%. In den kommenden Jahren dürften diese Besuche voraussichtlich weiter sinken, da Technologien wie Augmented und Virtual Reality bereits heute die Möglichkeit bieten, das Auto virtuell ins Wohnzimmer zu holen. Aktuell wären schon 42% der Befragten bereit, den Kaufprozess ihres nächsten Fahrzeugs online, also nicht beim Autohändler vor Ort, abzuwickeln, so die Zahlen einer Studie aus 2017 von Capgemini Consulting. Zahlen, die an der künftigen Bedeutung des traditionellen Automobilhandels zweifeln lassen.

Der Handel muss sich neu aufstellen!

Braucht man in Zukunft also überhaupt noch den stationären Autohändler, oder kann dieser vollständig ersetzt werden? Selbst wenn Autohäuser mehr und mehr verwaisen, wird der Handel weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um ein kanalübergreifendes Kundenerlebnis zu ermöglichen. Allerdings wird hierzu eine starke Konsolidierung des bestehenden Handelsnetzwerkes, sowie eine Neuaufstellung mit innovativen Formaten an den richtigen Orten benötigt.

Erste Hersteller haben bereits die Initiative ergriffen und experimentieren mit Alternativen zum traditionellen Automobilhandel. In Shanghai kann man Luxusfahrzeuge aus einem Automaten kaufen, in Stuttgart hat Opel mit Cayu die Möglichkeit entwickelt, Fahrzeuge in einem Einkaufszentrum zu erwerben und Porsche hat auf Sylt einen Showroom geschaffen, in dem die Marke Porsche greif- und erlebbar gemacht wird, obgleich nur ein einziges Auto im Geschäft steht und der Direktverkauf nicht vorgesehen ist.
Obwohl diese Ansätze sehr unterschiedlich sind, ist bereits jetzt klar, dass hochwertige Boutiquen an „prominenten“ Standorten, mit einem verstärkten Fokus auf das Markenerlebnis und ausgezeichnetem Service, ein erster Schritt in Richtung neue Welt sind.

Mit Mut Richtung Automobilhandel der Zukunft!

Doch die rasanten Entwicklungen der Branche machen es fast unmöglich, die neue Welt genau vorherzusagen. Bis jetzt ist nur sicher, dass sich Hersteller und Handel neu erfinden müssen, um nicht von der digitalen Transformation überrollt zu werden. Jedoch fehlt es aktuell der breiten Masse an Mut und Innovationskraft, neue Wege zu gehen, so wie es Unternehmen aus anderen Industrien bereits getan haben. Auch wenn einige Hersteller schon vielversprechende Leuchtturmprojekte betreiben, sind erfahrungsgemäß rein von Herstellern forcierte Initiativen selten erfolgreich, da die Vorteile für den individuellen Händler oft zu kurz kommen. In enger Zusammenarbeit mit dem Handel müssen sich Hersteller daher sowohl auf neue Vertriebswege fokussieren, als auch sich mit Mobilitätskonzepten der Zukunft, in denen der reine Fahrzeugverkauf eine geringere Rolle spielt, auseinandersetzen.

Die improve consult wurde bereits vielfach von der Automobilindustrie im Rahmen von Beratungsprojekten mandatiert und verfügt somit über eine umfangreiche Expertise in dieser Branche. Gerne können Sie uns dahingehend kontaktieren.

 
 
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