improve consultimprove consult Newsletter

improve consult Newsletter 08/2019


improve consult – Reihe „Herausforderungen des stationären Handels“ Folge 8: Überblick über die Herausforderungen im Handel

Wo sieht der Handel in Deutschland aktuell seine Herausforderungen? Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung haben? Diese Fragen wurden in einer aktuellen Studie untersucht.

Aus Sicht der befragten Manager liegen zwei große Aufgabenbereiche vor dem Handel, um die Erwartungen der Konsumenten zu erfüllen. 67 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Kunden eine sofortige Lieferung (Same Day Delivery) als besonders wichtig erachten. Fast genauso bedeutsam aus Kundensicht erscheint den Führungskräften die Schaffung von kundenindividuellen Dienstleistungen und Angeboten (64 Prozent). Auch neue Erlebniswelten (z.B. Virtual Reality, digitalisierte Showrooms) werden nach Ansicht von 60 Prozent der Befragten von den Kunden gewünscht.

Die Digitalisierung spielt auf dem Weg, diese Kundenerwartungen zu erfüllen, natürlich eine wichtige Rolle. Dementsprechend ist die Frage wichtig, welche Entwicklungen branchenübergreifend in den kommenden 5 Jahren zu Neuerungen im Einzelhandel führen werden. Hier erwarten sich die Manager von zwei Technologien besonders viel. Das sind das automatische und kontaktlose Bezahlen am Point of Sale (74 Prozent Zustimmung) und der Einsatz von RFID-Technologien (etwa bei Real-Time-Inventuren). Das sehen 65 Prozent der Befragten so.'

Uneins sind sich die Manager dagegen bei der Fragestellung, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Beschäftigungszahlen haben wird. Rund 50 Prozent der Unternehmen gehen von einer etwa gleichbleibenden Zahl an Mitarbeitern aus. Die andere Hälfte, und davon 28 Prozent, rechnet mit einem merklichen Rückgang der Mitarbeiter zwischen 10 und 30 Prozent.

Quelle: LocationInsider

improve consult –
Wussten Sie schon?


 

Die neue EU-Richtlinie zur präventiven Sanierung soll ab 2021 zu weniger Insolvenzen auch in der deutschen Unter­nehmens­land­schaft führen. Neu ist, dass beim Kampf gegen die Pleite nicht mehr die klassischen Insolvenzverwalter die Zügel in der Hand haben werden, sondern – wenn auch mit deutlich weniger Entschei­dungs­kompe­tenz – die so genannten Restruk­tu­rierungs­beauf­tragten. Obwohl es bis zum Start noch eineinhalb Jahre hin ist, bringen sich sowohl Insolvenz­verwalter als auch Restrukturie­rungs­berater für die Besetzung dieses neuen, potentiell lukrativen Berufsfelds in Stellung.

Wie genau das Profil des Restruktu­rierungs­beauf­tragten definiert wird, ist noch offen. Eine zentrale Frage ist die der Aufgaben­definition. Der Restrukturierungsbeauftragte kann Mediator oder Moderator sein. Er soll in komplexen Fällen beim Restruktu­rierungs­plan und bei den Verhandlungen mit Geldgebern helfen, außerdem die Schuldner überwachen und das Geld zusammenhalten. Selbst wenn die Rollendefinition auf die eines Moderators mit nur begrenzten Befugnissen hinausliefe, können die Restrukturierungs­beauftragten wesentlich zu künftigen Sanierungs­erfolgen beitragen. Bei der präventiven Sanierung bleibt die Geschäfts­führung an Bord, der Beauftragte kann nicht eigenständig durchgreifen. Trotzdem benötigen die Beauftragten betriebswirt­schaftliche und juristische Fähigkeiten.

Quelle: Finance

 

improve consult – Krise der Automobilhersteller kommt bei den Zulieferern an

Handelsstreit, hohe F&E-Ausgaben und Konjunktursorgen machen deutschen Automobilherstellern derzeit große Sorgen. Die Unsicherheit schlägt sich auch auf die Automobilzulieferer nieder. Die Folgen sind gravierend.

Es ist der klassische Domino-Effekt. Wann immer die großen Autokonzerne mit Problemen zu kämpfen haben, schlägt das zwangsläufig auf die Zulieferer durch. Nach Jahren, in denen es immer nur nach oben ging, ist die Sorge nun vielerorts groß. Und nachdem schwächelnde Konjunktur und ein teurer technologischer Wandel zuerst die großen Hersteller ins Schwanken brachten, häufen sich nun die Einschläge auf der Ebene darunter. Die Folge: Gewinnwarnungen, Stellenstreichungen, Werksschließungen oder noch schlimmer.

Die guten und fetten Jahre sind vorbei. Das gilt für Hersteller wie Automobilzulieferer gleichermaßen. Auch kommt hinzu, dass die Zulieferer viel Geld in die Hand nehmen müssen, um bei den großen Trends Elektromobilität oder autonomes Fahren am Ball bleiben zu können. Innovationen können aber nur finanziert werden, wenn anderswo Geld verdient wird.

Sparprogramme, Entlassungen und Werksschließungen

Die Liste der prominenten Fälle ist lang: Die börsennotierten Zulieferer Continental und Schaeffler haben ihre Erwartungen für das laufende Jahr zurückgeschraubt. Auch Branchenprimus Bosch ist vorsichtig, im Diesel-Bereich stehen dort weitere Stellen auf der Kippe. Mahle in Stuttgart ist auf Sparkurs, streicht Stellen und schließt eines seiner Werke, das stark an der Verbrenner-Technologie hängt. Auch Conti hat für ein Werk das Aus verkündet. Marquardt, ein Spezialist für Schalt- und Bediensysteme aus dem Süden Baden-Württembergs, verlagert Hunderte Arbeitsplätze ins Ausland. Die Liste könnte so fortgeführt werden. Aber nicht nur Stellestreichungen, sondern auch Insolvenzen sind die Folge. So hat der Anlagenbauer Eisenmann aus Böblingen, der unter anderem Lackieranlagen für die Autobranche baut, Insolvenz angemeldet.

Technologieoffenheit und eine politische Gesamtstrategie sind gefragt

Die Automobilindustrie steht vor dem größten Wandel ihrer Geschichte, so führende Branchenspezialisten. Um darin zu bestehen, brauche es Technologieoffenheit und mehr Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, aber auch von Konzernen untereinander, zum Beispiel beim Aufbau einheitlicher Systeme und Plattformen.

Für die IG Metall steht naturgemäß die Sorge der Beschäftigten um ihre Jobs im Fokus. Jetzt in den „Arbeitsplatzverteidigungsmodus“ zu schalten, halten führende IG Metaller nicht für den richtigen Weg. Nun sei es wichtig, sich dem Wandel zu stellen, ihn aktiv anzugehen. Die Kapazitäten und das Know-how stehen zur Verfügung. Was fehlt, so Stimmen aus der Branche, ist der Mut und eine politische Gesamtstrategie. Und es muss in die digitale Kompetenz der Mitarbeiter investiert werden. Eins ist aber sicher! Der Wandel in der Automobilindustrie kostet Arbeitsplätze. .

improve consult steht Ihnen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

 
 
© 2013 improve consult | Home |Newsletter | Datenschutz | Impressum